Wie weiter mit der Gesundheitsversorgung in Sachsen-Anhalt?

Eindrücke vom VKLK-Kongress 2026 in Magdeburg

Beim Jahreskongress des Verbandes der kommunalen und landeseigenen Krankenhäuser (VKLK) am 8. April 2026 in Dorint Herrenkrug Parkhotel wurde deutlich: Die Gesundheitsversorgung in Sachsen-Anhalt steht vor tiefgreifenden Veränderungen – und vor drängenden Fragen.

Unter dem Motto „Ehrlich. Authentisch. Realitätsnah.“ diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verbänden und Praxis die Zukunft der Krankenhauslandschaft im Wahljahr. Im Zentrum stand dabei die Perspektive der Kliniken – und die Frage, wie Versorgung unter den Bedingungen von Fachkräftemangel, steigenden Kosten und demografischem Wandel langfristig gesichert werden kann.
Prof. Dr. Wolfgang Schütte, Vorstandsvorsitzender der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt, machte in seinem Beitrag deutlich, wie angespannt die Lage vieler Häuser bereits heute ist. Krankenhäuser sichern nicht nur die stationäre Versorgung, sondern übernehmen zunehmend auch Aufgaben, die eigentlich in den ambulanten Bereich gehören. Sie stabilisieren damit ein System, das vielerorts an seine Grenzen stößt.
Gleichzeitig erhöhen die geplanten Reformen – insbesondere durch neue Leistungsgruppen und strukturelle Vorgaben – den Druck auf die Einrichtungen weiter. Gerade im ländlich geprägten Sachsen-Anhalt besteht die Gefahr, dass Versorgungsangebote konzentriert werden müssen – mit spürbaren Folgen für Erreichbarkeit und regionale Strukturen.
Die zentrale Frage, die über dem Kongress stand, bleibt daher: Wann kommt die große Reform – und wird sie den Realitäten vor Ort gerecht?
Der VKLK fordert einen Zehnjahres-Stabilitätsplan, der über kurzfristige Maßnahmen hinausgeht und echte Planungssicherheit schafft. Auch aus Sicht der KGSAN ist klar: Transformation kann nur gelingen, wenn sie gemeinsam gestaltet wird – im engen Schulterschluss von Politik, Leistungserbringern und Kostenträgern.

Denn eines wurde in Magdeburg besonders deutlich: Die kommenden Jahre entscheiden darüber, ob es gelingt, eine verlässliche, flächendeckende Versorgung – gerade im ländlichen Raum – zu sichern. Dafür braucht es Mut zur Veränderung, realistische Rahmenbedingungen und vor allem eines: Vertrauen in gemeinsame Lösungen.

Prof. Dr. Wolfgang Schütte, Vorstandsvorsitzender der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt, machte in seinem Beitrag deutlich, wie angespannt die Lage vieler Häuser bereits heute ist.